TANZWERK
Kurzchoreografien der Freiburger Szene auf der großen Bühne im E-WERK

TANZWERK’18 
Premiere
Di 12.6. 2018 | 20: 30 Uhr | E-WERK Saal

WIEDERAUFNAHME
Fr 26.10. & Sa 27.10.2018 | 20:00 Uhr | E-WERK Saal

IM RAHMEN DES TANZWERK’18 BOT DAS E-WERK FREIBURG WÄHREND DES FREIBURG FESTIVAL 2018 DREI FREIEN GRUPPEN AUS FREIBURG DIE GELEGENHEIT, IHRE KURZ-PERFORMANCE ZUR URAUFFÜHRUNG ZU BRINGEN. IM OKTOBER 2018 WIRD TANZWERK’18 ERNEUT ZWEIMAL AUFGEFÜHRT.

 

Die aktuellen positiven und dynamischen Entwicklungen innerhalb der freien Tanz-Szene Freiburg werden mit dem TANZWERK’18 weiter befruchtet und unterstützt. Um eine größere Strahlkraft auch über die Stadtgrenzen Freiburgs hinaus zu erreichen stellte das E-WERK den ausgewählten Performer*innen eine renommierte Plattform innerhalb des Freiburg Festivals 2018 zur Verfügung. Das E-WERK Freiburg unterstützt mit dem TANZWERK’18 freie professionelle Tanz-Kollektive, Experimente zu wagen und ihr Potential zu zeigen. Dabei trägt es die Verantwortung für die nötigen Rahmenbedingungen, stellt Proberäume und Technik zur Verfügung und übernimmt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Es wurden 3 interdisziplinäre Konzepte für ein Ensemble-Kurzstück von je 20-30 Minuten Länge ausgewählt. Die Jury bestand aus Jürgen Eick, Laila Koller, Silvia Wagner aus dem E-WERK Freiburg und Gordana Ancic von der Tanz-und Theaterwerkstatt Ludwigsburg.

 

# KIN

Das Stück von Dagny Borsdorf verquickt individuelle Lebenswege, familiäre Beziehungsgeflechte und das Wirken über mehrere Generationen in einer Symbiose von Tanz und Musik.
Ein Mann im Herbst seines Lebens, eine Frau, weder alt noch jung und ein Mädchen, an der Schwelle zur Frau. Spielball des eigenen Lebens. Verbunden und vorangetrieben von einem gemeinsamen Puls. Was sie eint? Bekanntes und Befremdliches, Geliebtes und Unliebsames, gewollt oder nicht – zusammengehalten von Ererbtem und Erlebtem. Was sie entzweit? Ebensolches. Und mittendrin das ein oder andere Unausgesprochene. Der eigene Lebensweg im Zusammenhang eines Familiengeflechts, eingereiht in die, die vorher waren und das, was noch kommen wird.

Das Stück KIN verzahnt physische Bewegung mit musikalischer Schwingung und nutzt so die Möglichkeiten einer Symbiose von Tanz und Musik, um die in und aus der Tiefe wirkenden Kräfte sicht- und spürbar zu machen. Choreographin, Musiker und Tänzer*innen unterwerfen sich einem Rhythmus, der verbindlich ist. Erzeugt auf Objekten mit jeweils eigener Klangfarbe, stellvertretend für die verschiedenen Facetten verflossener Leben. Der Musiker – gleichsam als Erinnerung und Projektion in die Zukunft – findet in ihnen die Essenz, die für die heute Lebenden von Bedeutung ist.

 

Mit: Konzept, Choreografie: Dagny Borsdorf | Musikalisches Konzept, Live Musik: Konrad Wiemann | Tänzer: Zack Bernstein, Katarzyna Brzezinska, Rebecca Narum | Dramaturgische Begleitung: Monica Gillette | Objektbauer: Jens Burde, Christian Mielert

 

 

# T

Im Kollektiv arbeiten Marta Capaccioli, Karolin Stächele, Ioannis Karalis, Jürgen Oschwald und
Stéphane Pigneul zum Thema Transformation.Transformation geschieht kontinuierlich, ob wir es wollen oder nicht. Die Dinge um uns herum verwandeln sich in neue Formen – schneller, langsamer, physisch, mental.
In T. interagieren drei TänzerInnen mit der Installation von Jürgen Oschwald auf der Bühne, Stéphane Pigneul nutzt beides, die Installation und die Körper, um musikalisch in den Raum einzugreifen.
Es könnte die Geburt einer Kreatur sein, die endlos neue Wesen hervorbringt. Diese suchen den Weg nach außen im ständigen Austausch miteinander. Alles beeinflusst und wird beeinflusst zugleich. Die Stimme verbreitet sich im Raum und verbindet sich durch ein Netz mit ihrer Umgebung.
Oder ist es ein Traum?
Es gibt keinen Schritt zurück.

 

Mit: Choreografie, Tanz: Marta Capaccioli, Karolin Stächele (DAGADA dance company), Ioannis Karalis | Installation: Jürgen Oschwald | Musik: Stéphane Pigneul

 

 

# Knock-out

Julie Jaffrennou entwickelt gemeinsam mit 3 Performerinnen und dem Material Ton eine Performance zum Thema Macht.
Wut, Attacke, Leere! In dem Stück Knock-out balancieren die Performerinnen der Compagnie LaPerformance zwischen den Polen Macht und Machtlosigkeit.
In einer repetitiven Auseinandersetzung drücken sie ihre aktuelle Haltung als Individuum und als gesellschaftlicher Körper gegenüber dem Leben aus.
Die Begriffe Macht und Manipulation führen sie hier auf ihren ursprünglichsten Sinn zurück, nämlich auf „Handhabung“, welche verwandt ist mit der indogermanischen Wurzel „mag-“ – d.h. kneten, pressen, formen.
Sie greifen auf unterschiedlichste Art die Leere des Raums und des Unsichtbaren bzw. Abwesenden an. Dabei erfahren sie einen unmittelbaren Zugang, sowohl zu ihrer kreativen Kraft als auch zu ihrer Machtlosigkeit. In diesem Gestaltungsprozess sind sie mal Schöpferinnen mal Geschöpfe.

 

Mit: Künstlerische Leitung, Performance Künstlerin: Julie Jaffrennou | Produktion, Schauspielerin: Tjadke Biallowons | Tänzerin: Alice Gartenschläger | Performerin: Olivia Maridjan-Koop

Dauer: ca. 3 x 25 Min. (zzgl. Pause)

Projektleitung: Laila Koller
Produktionsleitung: Silvia Wagner